Prof. Dr. Ulrike Guérot ist Gründerin und Leiterin des European Democracy Lab in Berlin und arbeitet als Professorin und Leiterin des Departments für Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau Universität Krems.

Kernideen:

  • Die Bürger und nicht der europäische Rat sollten der Souverän Europas sein
  • Herstellung von echter Demokratie für Europa durch Gewaltentrennung und Wahlrechtsgleichheit (1 Person = 1 Stimme)
  • Überwindung von Nationen als politisches Konstrukt, Ablösung des Nationalismus durch einen Verfassungspatriotismus, Regionen (z.B. Bayern) als Heimat.
  • Schaffung eines Zwei-Kammern-Systems: Die europäischen Regionen entsenden jeweils 2 Senatoren in einen europäischen Senat und es gibt ein nach dem Prinzip der Wahlrechtsgleichheit gewähltes Parlament. Außerdem wählen die Bürger Europas per Direktwahl einen europäischen Präsidenten,
  • Unterschied zum Begriff der „vereinigten Staaten von Europa“: Die Bürger haben bei der Gründung einer Republik eine aktive Rolle, bei den „vereinigten Staaten von Europa“ nur eine passive.
  • Schaffung einer europäischen Staatsbürgerschaft mit gleichen Rechten für alle europäischen Bürger. In diesem Zusammenhang: Einführung eines europäischen Passes, einer europäischen Steuernummer und später auch die Schaffung von europäischen Sozialsystemen (z.B. eine europäische Arbeitslosenversicherung).

Mehr dazu im Video oben, auf der Website des European Democracy Labs und im Buch „Warum Europa eine Republik werden muss!: Eine politische Utopie“ von Ulrike Guérot